• Nun reicht's!

    So, liebe Leute,

    das ist hier heute der GifsGifsGifsste Beitrag und damit fällt nun der Vorhang! Zwar nicht ganz, aber doch ein bisschen! Denn den "Rixdorfer Stadtschreiber"-Blog wird's auch weiterhin geben - nur eben nicht mehr in der bekannten und überaus beliebten Form. Das Motto "täglich neu * immer unabhängig * ständig ganz nah dran am ganz normalen Leben in Nord-Neukölln" wird nicht mehr passen und deshalb durch ein neues ersetzt. Und der Charakter der Beiträge wird sich auch verändern: Weg vom Journalistischen, hin zum ... Ach, wartet's ein-
    fach ab und lasst euch überraschen!

    Wir - d. h. diejenigen, die bisher hier als Autoren tätig waren - danken allen, die uns mit Tipps à la "Darüber müsst ihr mal was machen!" oder Informationen, was irgendwer irgendwo gemacht hat (bzw. eben nicht), versorgt ha-
    ben. Wir danken unseren Lesern fürs Lesen und denen, die die Beiträge kommentiert haben, noch ein bisschen mehr. Und wir danken all jenen, die uns ganz offen oder per E-Mail für das gelobhudelt haben, was von uns tagtäg-
    lich an Wissenswertem aus Neukölln in die virtuelle Welt geblasen wurde.

    Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, auf Neuköllner Facetten aufmerksam zu machen, von denen man sonst eher wenig liest, hört oder sieht - weil sie nicht spektakulär genug oder schlichtweg ungeeignet sind, vorherrschende Neukölln-Klischees zu untermauern. Weil sie die Redaktionspolitik torpedieren würden oder zu sehr geeignet sind, es sich mit gewissen Leuten gehörig zu verscherzen. Oder weil man sie zwar aus der Innenansicht, nicht aber aus der Draufsicht erkennen kann.

    Tschüssikowski :wave: Wir wünschen euch allen ein prächtiges Gedeihen der hier gewonnenen Eindrücke und einen 13er-Freitag ohne weitere besondere Zwischenfälle. Sogar die, denen wir hier seit dem 19. Juli letzten Jahres mehr oder weniger häufig auf die Füße gesprungen sind oder in tendenziell unangenehmer Form auf die Finger geguckt haben, können sich heute mal ganz entspannt zurücklehnen. Wohl bekomm's!

  • Neulich am Weigandufer

    12.11.09 "Papa, bohren die nach Öl?", will ein etwa sechsjähriger Junge an-
    gesichts der Bauarbeiten entlang des Neuköllner Schiffahrtskanals wissen.
    "Quatsch, hier gibt's doch kein Öl!", entgegnet der Vater belustigt und erklärt: "Die bessern den Uferweg aus, damit man da besser laufen kann."

    Gut möglich, dass das auch dabei rauskommt, aber in erster Linie geht's um dieses. Immer wieder erstaunlich, was Eltern ihren Kin-
    dern manchmal für 'nen Mist erzählen, weil sie selber keine Ahnung haben.

  • Irgendwann ...

    ... wird's auch Aushänge geben. Vielleicht werden sogar zusätzlich Flyer ausgelegt, irgendwo und irgendwann. Im-
    mer mit der Ruhe, ist ja noch lange hin: Ein Fünftel November oder sechs Tage!

    Und was hat der Neuköllner im Allgemeinen und der Schiller-Kiezler im Speziellen schon Besseres zu tun als auf Ein-
    ladungen zu Veranstaltungen des Quartiersmanagements
    zu warten, die er sich in seinen gähnend leeren
    11.11.09 Terminkalender eintragen kann? Wenn er überhaupt einen hat. Wofür auch? Die wirklich wichtigen Dinge sind längst feste Bestandteile des gut strukturierten Alltags. Die hat er im Kopf, muss er sich nicht ex-
    tra aufschreiben. Und wenn dann aus-
    nahmsweise ein Termin dazu kommt, bei dem er denkt "Ach, da könnte ich ja mal hingehen", reicht auch ein Schmierzettel.

    Einer dieser Termine ist in sechs Tagen: am 17. November. Da lädt das Quartiersma-
    nagement Schillerpromenade bzw. das Be-
    zirksamt Neukölln ab 16.30 Uhr zu einer Bürgerversammlung zum Thema "Task Force Okerstraße" in die Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz ein :!: Aber viel-
    leicht würde der gemeine Bürger da nur stören, durch Anwesenheit gepaart mit unangenehmen Fragen. Oder wie sonst ließe es sich erklären, dass - wenn denn schon gedruckte Plakate und Flyer auf sich warten lassen - nicht mal die Webseite des Quartiersmanagements über diesen Termin informiert (Stand: 11.11., 10 Uhr)? Gut, mit einer unterirdischen Öffentlichkeitsarbeit, aber das ist ein anderes Thema.

    Und weil sich auch das noch nicht rumgesprochen hat: Inzwischen ist sogar ein Träger für das Projekt "Task Force Okerstraße" gefunden, der sich gerade im Kiez ein Vor-Ort-Büro einrichtet.

  • Auf ein paar Arbeitslose mehr ...

    ... kommt's jetzt in Neukölln sicher auch nicht mehr an. Zumal: Wenn sie weder in einer Arbeitslosen-Statistik auftauchen, noch durch groteske Weiterbildungsmaßnahmen einschlägiger Beschäftigungsträger bespaßt werden können: die Sonnenkollektoren auf dem Dach der Genezareth-Kirche.

    10.11.09

    Vor ein paar Tagen waren sie mit dem Einsammeln sonniger Strahlen noch bestens ausgelastet, dürften gut verdient haben (wieviel wohl?). Aber damit isses nun vorbei, und sie sind meist zum nutzlosen Abhängen verdammt.

  • Die Qual der Wahl

    Das Schöne an Pizzerien, die fest in arabischer Hand sind und daraus auch keinen Hehl machen, ist ja ...

    9.11.09

    Nachdem man sich durch die ellenlange Speisenkarte gekämpft, sich für Pizza oder Pasta entschieden und das Essen dann bestenfalls auch noch für "total lecker" befunden hat, bleibt einem die Qual mit einer Wahl erspart: Beim Digestif aufs Haus heißt die Frage nicht "Sambuco, Grappa oder Fernet?", sondern "Tee oder kein Tee?"

    Gut, auf Wein oder Bier zu Pizza oder Pasta muss man auch verzichten. Aber lieber das, als 'ne Fett triefende, fade Pizza oder pampige Nudeln mit geschmacksneutraler Soße von einem falschen Roberto, Toni oder Marco. Oder?

  • Viel Nacht, kein Nebel!

    Und trotzdem hat der nette und äußerst ortskundige Taxifahrer, der gestern von 19 Uhr bis Mitternacht mit elf Kollegen auf den NACHTUNDNEBEL2009-Routen im Norden Neuköllns unterwegs war, allerhand verpasst*:

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    - Das Mini-Konzert von Sägefischchen und Tibor, die mit singender Säge und Trommel im Eltern-Kind-Treff Purzel-
    baum
    aufspielten. Und die Ausstellung der Bilder des in Neukölln lebenden, albanischen Malers Clirim Collaku.

    8.11.09_3 - Den Auftakt zum Borscht-Detektivspiel an der Bethlehemskirche.

    8.11.09_4 - Das Kick-Off für die CreativeSchmiede-
    Berlin
    im ehemaligen Colognialwarenladen am Richardplatz.

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    - Die Gaffa Reloaded-Modenschauen der Berlinfabrik.

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    - Die WR.A.M. WRAPPED ART MOVEMENT-Performances von Marina Koch, Michael Jespersen, Claudia Arndt, Gaby Schönfelder und Holger Stück im Kunstschaufenster "el41".

    * Aber da ging's ihm angesichts der über 100 Locations und Veranstaltungen nicht anders als allen anderen :yes:

  • Ein Prosit, ein Prosit der "Soko Suff"!

    Und gleich noch eines auf die offenbar wahnsinnig erfolgreiche "KAfKA - Kein Alkohol für Kin-
    der"-Aktion
    ! Wer außerdem einen auf Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky trinken will - nur zu! Der hat sich nämlich mal wieder zu Wort gemeldet, nachdem es stun-
    denlang beinahe Besorgnis erregend ruhig um ihn war.

    "Ein Jahr praktische Arbeit der Soko Suff", so sein Statement, "haben die alarmierende Erkenntnis erbracht, dass nahezu alle im öffentlichen Raum anzutreffenden Jugendlichen im Besitz von alkoholischen Getränken sind, mithin Alkohol unter Jugendlichen die Modedroge schlechthin ist. Dies trifft gleichermaßen auf männliche wie weibliche Jugendliche zu. Bemerkenswert ist auch, dass viele der jungen Menschen die einschlägigen Bestimmungen durchaus kennen. Denn bei Gruppierungen musste fast durchgängig festgestellt werden, dass die Jugendlichen im-
    mer nur Getränke in der jeweils für ihr Alter zulässigen Alkoholkonzentration in Händen zu haben, die 17-Jährige z.B. die Sektflasche und der 19-Jährige die Schnapsflasche."

    Aha, 19-Jährige sind also Jugendliche :crazy:
    Und dass "nahezu alle im öffentlichen Raum anzutreffenden Jugendlichen im Besitz von alkoholischen Getränken" sind, ist doch auch sehr zu bezweifeln. Aber es klingt natürlich dramatischer. Pssssssst, ist da nicht schon das leise Grunzen der nächsten Sau zu hören, die durchs Dorf getrieben werden soll? Kindergeld nur noch in Form von Gut-
    scheinen, die in Schreibwarengeschäften, Klamottenläden und Buchhandlungen eingelöst werden können?

  • Tolle Aussichten!

    6.11.09 Timmy möchte hier heute mal sehen (leider fiel ihm das erst ein, als es be-
    reits ziemlich dämmerig war), was er so sieht, wenn er vom Balkon guckt
    - wobei Timmy grundsätzlich nicht guckt, sondern ßaut. Merke :!:: Wenn es draußen kühler und ungemütlicher wird, wird auch das gemeine Neu-
    köllner Kind bequemer ;) Doch um Wünschen Nachdruck zu verleihen, dazu reicht die Energie immer noch: Flugs waren die gefährlichen Plüsch-Tigerohren und die mafiös anmutende Sonnenbrille aufgesetzt, Drohge-
    bärden inklusive :))

    Deshalb hier nun also:

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  • Is' nich'!

    5.11.09 "Gratis mit dem Taxi ...", "Kos-
    tenloser Taxishuttle ..." - so be-
    ginnen viele Ankündigungen des Neuköllner Kunst- und Kultur-
    events NACHTUNDNEBEL2009, das übermorgen steigt.

    Klar, ist ja auch ein spitzenmäßi-
    ger Aufhänger. Taxifahren für lau, wann hat man das schon mal?

    Wer allerdings meint (und da-
    von scheint's einige zu geben), dass er sich nun Samstag unter dem Deckmantel des Kulturbe-
    flissenen exzessiv durch Neu-
    kölln kutschieren lassen kann, sollte vorsichtshalber bequeme Schuhe einpacken. Denn die Taxen fahren wirklich nur auf zwei festen Routen, die die über 100 teilnehmenden Loca-
    tions
    miteinander verbinden. Wenn Oma oder der Erbonkel oder die Kumpels ausgerechnet an einer dieser Routen wohnen - praktisch. Wer aber in die Pan-
    nier-, Eder-, Warthe- oder Saa-
    lestraße will, muss auch Sams-
    tagabend laufen.

  • Schweinemittwoch

    Nönö, das ist keine Kurzbeschreibung des aktuellen Neukölln-Wetters :no: Und mit der ach-so-bösen Schweinegrippe hat der Schweinemittwoch auch nichts zu tun :no:

    4.11.09 Schweinemittwoch wird im Gemeinschaftshaus Morus14, wo mittwochs immer Mieter für Mieter kochen, jeder erste Mittwoch des Monats ge-
    nannt. Weil dann - im Gegensatz zu sonst - auch Schwein auf die Tische bzw. Teller des Hauses kommt.

    "Zur Freude aller Gäste", so das Morus14, "wurde dieser Brauch mit gro-
    ßer Beteiligung muslimischer Gäste aus dem Rollbergviertel und aus ganz Berlin beim 200. Mal 'Mieter kochen für Mieter' im März 2006 demokratisch abgestimmt und seitdem eingeführt."

    Heute wird das Schwein mit einer Honig-Senf-Kruste zugedeckt und darf sich an Karotten-Kartoffel-Stampf schmie-
    gen. Die komplette Speisekarte gibt's hier!

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